Lange Biographie

Friedemann Eichhorn wurde 1971 in Münster geboren und wuchs in Speyer auf. Siebenjährig begann er Violine zu spielen. Nach Unterricht bei Herbert Franze und Hiroshi Nishida wurde Prof. Valery Gradow sein Lehrer, bei dem er von 1987 bis 1992 an der Musikhochschule Mannheim studierte. Friedemann Eichhorn setzte seine Ausbildung bei Alberto Lysy an der International Menuhin Music Academy in der Schweiz fort und graduierte von der Juilliard School New York, wo er von Margaret Pardee (Violine), Earl Carlyss und Samuel Sanders (Kammermusik) und Miguel Harth-Bedoya (Dirigieren) unterrichtet wurde. Darüber hinaus studierte er Musikwissenschaft, Jura und Buchwesen an der Johannes Gutenberg Universität Mainz, wo er zum Dr. phil. promovierte. Friedemann Eichhorn war Stipendiat des DAAD, der Menuhin Academy, Juilliard School, Villa Musica, Kronberg Academy und des PE-Förderkreises.
Im Jahr 2002 wurde Friedemann Eichhorn als Violin-Professor an die Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar berufen. Zuvor unterrichtete er an der Folkwang Hochschule Essen, Abteilung Duisburg. Er gibt Kurse u.a. an der Sommerakademie des Mozarteums Salzburg und seit 2004 an der Gustav Mahler Akademie Bozen. Masterclasses und Kurse gab er auch an der Universität für Musik Wien, der Guildhall School London sowie an der Pre College Division der Juilliard School. Friedemann Eichhorn ist Künstlerischer Leiter des Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerbs für junge Geiger in Weimar. Von 1996 bis 2000 wirkte er als 1. koordinierter Konzertmeister des Staatstheaters Mainz.


Er konzertiert mit Orchestern wie dem SWR-Rundfunkorchester, Orchestre de Bretagne, Württembergischen Kammerorchester, der Rheinischen Philharmonie, den Hamburger Symphonikern, Niederrheinischen Symphonikern, den St. Petersburger Philharmonikern und Symphonikern, dem Staatsorchester St. Petersburg, der Martinu-Philharmonie Zlin u.v.a. Friedemann Eichhorn spielte unter der Leitung von Lord Yehudi Menuhin, Howard Griffiths, Jac van Steen, Vladimir Altschuler, Markus Huber, David Stahl, Stefan Sanderling, Wolfram Christ und musizierte gemeinsam mit Yuri Bashmet, Gidon Kremer, Boris Pergamenschikow, Saschko Gawriloff, Gerhard Oppitz und Igor Oistrach. Regelmäßig arbeitet er mit Alexander Hülshoff, Julius Berger und José Gallardo zusammen. Er gastierte bei Festivals wie "Chamber Music connects the World", Schleswig Holstein oder Menuhin Festival Gstaad und in Musikzentren wie dem Gewandhaus Leipzig, Münchener Gasteig, Schauspielhaus Berlin, der Musikhalle Hamburg und der Philharmonie St. Petersburg. Zahlreiche Konzerte gibt er in der Doppelfunktion Solist und Dirigent, so z.B. mit dem Philharmonischen Orchester des Staatstheaters Mainz, der Philharmonie Temesvar oder der Rheinischen Philharmonie Koblenz. Als Gast des Kurpfälzischen Kammerorchesters Mannheim gab er ca. 50 Konzerte. Im Jahr 2008 dirigiert er Mozarts Oper „Bastien und Bastienne" in Bozen.

Friedemann Eichhorn spielte Aufnahmen für mehrere Rundfunkanstalten und die CD-Labels Hänssler und Bayer Music Group ein. Im Jahr 2007 begann er eine Zusammenarbeit mit Naxos mit der Weltersteinspielung der Violinkonzerte Nr. 7, 10 and 13 des französischen Virtuosen Pierre Rode (SWR-Rundfunkorchester Kaiserslautern unter Nicolas Pasquet).

Von 2002 bis 2007 war Friedemann Eichhorn Intendant der Schlossfestspiele Zwingenberg.
Friedemann Eichhorn widmet sich darüber hinaus der Musikwissenschaft. Er schrieb zahlreiche Artikel für die Neuausgabe der Enzyklopädie "Die Musik in Geschichte und Gegenwart” und richtet Violinwerke für den Schott-Verlag ein.

Im Jahr 2005 wurde er mit der George-Enescu-Medaille des Rumänischen Kulturinstituts ausgezeichnet.
Friedemann Eichhorn spielt eine Violine von Nicola Gagliano von 1758.